08/09/2026 0 Kommentare
Ranz, Regenbogen und ganz viel NEULAND
Ranz, Regenbogen und ganz viel NEULAND
# Jugend

Ranz, Regenbogen und ganz viel NEULAND
Neukölln beim Landesjugendcamp 2026
Vom 19. bis 21. Juni wurde Hirschluch wieder zum Treffpunkt für Jugendliche aus der ganzen EKBO. Rund 670 junge Menschen kamen zum Landesjugendcamp 2026 zusammen – und natürlich war auch die Evangelische Jugend aus Neukölln mit dabei.
Das Motto in diesem Jahr: NEULAND. Und davon gab es tatsächlich einiges zu entdecken.
Über das ganze Gelände verteilt fanden Workshops, kreative Angebote, Sport, Gespräche, Musik und Aktionen statt. Dazu kamen Konzerte, Open Mic, Karaoke, Silent Disco, politische Gesprächsformate, Gebetsstationen und natürlich jede Menge Möglichkeiten, einfach Menschen aus anderen Gemeinden und Kirchenkreisen kennenzulernen. Wer zwischendurch eine Pause brauchte, konnte sich genauso zurückziehen wie diejenigen, die möglichst wenig vom Programm verpassen wollten.
Und mittendrin: Neukölln uns Stadtmitte mit „Ranz und Regenbogen“.
Der Name war dabei ziemlich genau Programm. Ein bisschen improvisiert, ein bisschen absurd, ziemlich bunt und vor allem nicht zu ernst. Denn Kirche und Jugendarbeit müssen nicht immer Hochglanz sein. Manchmal darf es auch ranzig sein. Und manchmal braucht es eben Regenbogen.
Gnade ist schließlich ein Mindset.
„Ranz und Regenbogen“ passte damit ziemlich gut zu dem, was das Landesjugendcamp ausmacht: Jugendliche bringen ihre eigenen Ideen mit, probieren Sachen aus und gestalten Kirche selbst. Nicht alles muss vorher bis ins letzte Detail feststehen. Nicht alles muss einen tiefen pädagogischen Unterbau haben. Begegnung, gemeinsames Erleben, Quatsch und die Gespräche, die irgendwo dazwischen entstehen, gehören genauso dazu.
Neben unserem eigenen Projekt gab es auf dem Camp unglaublich viel zu entdecken. Von der KonfiOase über kreative und inklusive Angebote bis zum „Light up Tunnel“, von kleinen Gesprächsrunden bis zum großen Bühnenprogramm. Besonders schön war dabei wieder zu sehen, wie unterschiedlich Evangelische Jugend sein kann. Menschen aus Berlin, Brandenburg und der schlesischen Oberlausitz kamen zusammen, brachten ihre eigenen Projekte, Gruppen und Ideen mit und machten daraus für ein Wochenende einen ziemlich besonderen Ort.
Und genau darin lag vielleicht das eigentliche NEULAND: Kirche einmal nicht hauptsächlich als Gebäude, Gottesdienst am Sonntag oder Institution zu erleben, sondern als einen Ort, den junge Menschen selbst füllen und gestalten.
Natürlich gehörten auch wenig Schlaf, sehr viel Sonne, Camp-Essen, Herumlaufen zwischen irgendwelchen Angeboten und die Frage „Wo sind eigentlich gerade die anderen?“ zum Wochenende dazu. Landesjugendcamp eben.
Nach drei Tagen ging es für uns wieder zurück nach Neukölln – müde, mit neuen Bekanntschaften, einigen Geschichten und vermutlich etwas mehr Ranz im Gepäck als vorher.
Der Regenbogen durfte natürlich auch mit.
Wir sehen uns beim nächsten Landesjugendcamp.
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