Titel 2010
Logo: Juni 2011

Grüße zum Fest

Aus Nachbarschaft wird Lebensgemeinschaft – Einen weiten Blick in die Zukunft wagen …

Superintendentin Kennert

Jesus Christus lädt ein, einen sehr weiten Blick zu wagen: Tausende werden satt, weil sie teilen, was sie haben und sich unter Gottes Segen lagern. Sie begegnen sich auf Augenhöhe, nehmen sich wahr mit ihren Stärken und Schwächen, schöpfen Freude und Hoffnung – und erzählen weiter, was ihnen widerfahren ist – mit Worten und mit Taten der Nächstenliebe.

Die biblische Geschichte von der „Speisung der 5000” (Matthäus 14) hat seit Beginn das diakonische, soziale und verkündigende Handeln der christlichen Gemeinden beflügelt: Auch das der Gründer des Wohnstättenwerkes und der Dreieinigkeitsgemeinde.

Professionelle, öffentlich finanzierte diakonische Arbeit und durch eigene Mittel getragene Gemeindearbeit – beides hat im letzten Jahrhundert Diakonie und verfasste Kirche geprägt und voneinander unterschieden. So haben Wohnstättenwerk und Gemeinde Dreieinigkeit lange in guter Nachbarschaft gelebt, dann aber den mutigen Entschluss gefasst, das Gemeindehaus zu einem gemeinsamen gemeindlich-diakonischen Zentrum umzubauen. Jetzt ist das von beiden gewünschte Haus fertig und aus der Nachbarschaft wird „gemeinsames Leben unter einem Dach”– gemeinsames Leben von Menschen mit Beeinträchtigung, Mitarbeitenden und Gemeindegliedern.
Das ist ein Meilenstein in der Geschichte von Diakonie und verfasster Kirche, den wir in unserem Kirchenkreis Neukölln in großer Freude mitfeiern!

Wenn Nachbarn zusammenziehen, ist das Leben neu zu feiern und auch neu zu ordnen. Dafür wünsche ich allen frohen Mut, Geduld und Gelassenheit und den weiten Blick des Evangeliums.
Unter dem Segen Gottes ist der Raum für Verkündigung und tätige Nächstenliebe weit und vielfältig. Dazu gehört es auch, dass wir christliche Nächstenliebe praktizieren und das Evangelium verkündigen mit Worten und Musik – allem Volk zugute.

Gott segne und behüte alle Mitarbeitenden und Mitdenkenden und alle großen und kleinen Menschen, die ins „Diakonische Zentrum - Kirchengemeinde - Diakonie - Kindertagesstätten” kommen, weil sie etwas von evangelischer Kirche erhoffen.

Superintendentin Viola Kennert

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