Fünf spannende Planungs- und Baujahre liegen nun hinter uns. Was wurde in dieser Zeit nicht alles erwogen, wieder verworfen und entschieden.
Ursprünglich sollten nur die Räume des Gemeindehauses ansprechender gestaltet werden.
Mit der Vision eines kirchlich-diakonischen Zentrums bekam die Umbauidee eine völlig neue Dimension. Es ging jetzt nicht nur um optische Verbesserungen, sondern auch um eine architektonische Umsetzung der stärkeren Vernetzung von Gemeinde und Diakonie.
Die Vision begeisterte: Das Zentrum Dreieinigkeit, ein ausstrahlungsstarker Ort des evangelischen Glaubens.
Bereits Mitte 2006 fanden die ersten Gespräche zur verstärkten Zusammenarbeit von Gemeinde und Wohnstättenwerk statt.
Die Vorplanung, zusammen mit den Architekten und der Bau-AG, dauerte bis August 2007.
Im Oktober 2007 stellten die Architekten den ersten Entwurf mit einer flächenmäßigen Erweiterung um 177 m², hin zur Lipschitzallee, vor. Am 15.07.2008 beauftragte der GKR die Architekten mit dem Umbau.
Soweit lief alles nach Plan, doch dann informierte uns das Landesdenkmalamt am 27.10.2008, dass unsere Kirche mitsamt umliegenden Gebäuden in die Denkmalliste Berlin aufgenommen wurde. Dies ist für unsere Kirche eine Anerkennung ihrer architektonischen Besonderheit, auf die wir als Gemeinde auch stolz sind. Für unser Bauvorhaben bedeutete es aber den Planungsstopp, denn der Entwurf war aus denkmalpflegerischer Sicht nicht genehmigungsfähig.
Die Auflagen des Denkmalamtes führten zwangsweise zum Umdenken und darüber hinaus auch zu einem fruchtbaren Überdenken unseres Bauvorhabens. Der letztendlich ausgeführte Entwurf, mit einer flächenmäßigen Erweiterung des Gemeindehauses um nur 33 m², orientiert sich an den Anforderungen und Notwendigkeiten des Gemeindealltags und spiegelt auch das wirtschaftliche Umfeld wider.
Im Juli 2010 wurde mit dem Umbau begonnen.
Diese fünf Jahre waren nicht immer einfach und forderten Durchstehvermögen für die Verantwortlichen. Auch die Zusammenarbeit mit den Architekten Frau Zeiger und Herrn Knappheide verlief nicht ohne Spannungen. Doch ihre philosophische und künstlerische Herangehensweise bei Lösungsfindungen, ihr ausgeprägtes Raumgefühl und letztendlich das Ergebnis haben überzeugt.
So fasziniert mich besonders das Foyer mit Empfang und Café. Es ist keine Wartehalle mehr, sondern ein offener Ort der Begegnung, in der man Gemeinde erlebt und in der man sich wohl und aufgenommen fühlt und auch gerne verweilt.
Dass dieses Ergebnis erreicht wurde, verdanken wir natürlich in erster Linie unseren Architekten, aber auch den Mitgliedern der Bau-AG und der AG-Öffentlichkeit mit ihren Ideen, ihrer Phantasie und ihrem Engagement. Vielen Dank!
Dank sagen möchte ich auch an Pfarrerin Gabriele Fichtenhofer, die beide Ausschüsse zielgerichtet und souverän moderierte und mit zum Erfolg beigetragen hat.
Am 19. Juni 2011 feiern wir die Einweihung unseres Zentrums und gleichzeitig auch das 40-jährige Jubiläum unserer Dreieinigkeitskiche. Dies ist ein ganz besonderer Tag für unsere Kirchengemeinde, den wir in Dankbarkeit und mit Stolz feiern.
Möge das Zentrum Dreieinigkeit unter Gottes Segen stehen und möge es ein Zentrum der Verkündigung, der Nächstenliebe und der Begegnung werden mit starker Ausstrahlung sowohl nach innen wie auch nach außen.
Hans Marien
Vorsitzender des Gemeindekirchenrates